Stefanie Leuenberger Et Al.

Stefanie Leuenberger wurde 1972 geboren, sie ist Dr. phil., Oberassistentin an der Professur für Literatur- und Kulturwissenschaft der ETH Zürich. Ihre Forschungsschwerpunkte sind alphabetische Literatur, Avantgarden, deutsch-jüdische Kulturgeschichte und Literaturdiskurse, Literaturen der Schweiz.

Bibliografia

  • Literatur und Zeitung. Fallstudien aus der deutschsprachigen Schweiz von Jeremias Gotthelf bis Dieter Bachmann, herausgegeben von Stefanie Leuenberger, Dominik Müller, Corinna Jäger-Trees und Ralph Müller, Zürich, Chronos, 2017.
Leuenberger, Stefanie
Leuenberger, Stefanie

Die Zeitung sei das Stiefkind der Literatur, wird oft behauptet. Der Band «Literatur und Zeitung» versammelt dagegen neue Belege dafür, dass die Literatur den Journalismus ebenso befruchten kann wie der Journalismus die Literatur.
Gross ist die Zahl von Autoren der deutschsprachigen Schweiz, die – wie Gotthelf, Inglin, Loosli oder Frisch – zuerst als Journalisten an die Öffentlichkeit treten und sich so an ihre literarischen Werke heranschreiben. An Robert Walser, Emmy Hennings, Friedrich Dürrenmatt oder Hansjörg Schneider lässt sich studieren, wie journalistische Gebrauchsformen (Kolumne, Fortsetzungsroman, Reportage) literarische Kreativität freisetzen. Arnold Kübler («Zürcher Illustrierte») oder Otto Kleiber («National-Zeitung») beweisen, dass sich ein Grenzverkehr zwischen Journalismus und Literatur auch innovativen Zeitungsredaktoren verdanken kann. Sie holen die Literatur in die Zeitung, wogegen die Zeitung in der Literatur erscheint, wenn Otto F. Walter oder Hermann Burger sie in ihren Romanen thematisieren.

(Kurztext Chronos Verlag)