Luisa Famos è nata a Ramosch nel 1930. Ha lavorato come insegnante nei cantoni Grigioni, Appenzello esterno e Zurigo e contemporaneamente ha collaborato con la radio e la televisione romancia. È stata presentatrice della prima trasmissione televisiva in romancio, "Il Balcun tort". Tra il 1969 e il 1972 ha vissuto in Honduras e in Venezuela. Al suo ritorno si è stabilita prima a Bauen (UR) poi a Ramosch dove nel 1974 è morta di cancro all'età di 44 anni. Le sue poesie sono state tradotte in diverse lingue.
Bibliografia
Luisa Famos ist eine Legende. Keine neunzig Gedichte sind von ihr erhalten, aber genug, um ihre poetische Handschrift zu erkennen. 1960 erscheint der erste Gedichtband «Mumaints» (Augenblicke), kurz nach ihrem Tod 1974 der Band «Inscunters» (Begegnungen). Und vielleicht ist der helle Nachruhm nicht zu trennen vom tragischen frühen Tod der Dichterin.
Luisa Famos entwirft stille, klare Bilder: das wogende Ährenfeld, die schwirrenden Schwalben, der ferne Sternenhimmel. In ihnen bleibt für einen kurzen Moment die Zeit stehen, offenbart sich ein Augen blick der liebenden Vereinigung mit einem Du, sei es Geliebter oder Gott. Umgehend aber löst sich diese Begegnung auf, mit dem Schnitt der Ernte bei den Ähren, dem Vergehen. Von den Schwalben zeugen nur die Schatten, die über die weisse Mauer huschen. Es sind diese minimalen Verschiebungen, die Luisa Famos’ Gedichte auszeichnen – sprachliche wie bildhafte. Die Sterne leuchten vom Himmel herab, die Dichterin fängt sie ein und erkennt sie von unten als Fluors da la terra – Blumen der Erde.
«Unterwegs / In viadi» versammelt die Gedichte der beiden Bände «Mumaints» und «Inscunters» in den neuen Übersetzungen von Luzius Keller.
(Buchpräsentation Limmat Verlag)