Traugott Vogel wurde am 27. Februar 1894 als Sohn eines Gemüsegärtners in Zürich geboren. Er besuchte die Schulen in seiner Heimatstadt und machte die Matura. Nach kurzen Studien an den Universitäten in Zürich, Genf und Berlin entschloss sich Vogel für den Lehrerberuf. Er liess sich an der Lehramtsschule des Kantons Zürich zum Primarlehrer ausbilden. Bis zu seiner Pensionierung, während mehr als vierzig Jahren, war er in diesem Beruf tätig. Inspiriert von seiner pädagogischen Tätigkeit begann Vogel ab Anfang der zwanziger Jahre vielgelesen Jugendbücher zu verfassen. Doch sein umfangreiches literarisches Werk erschöpfte sich nicht mit Schriften für die Jugend. Neben Romanen, Erzählungen und Theaterstücken, schrieb Vogel auch Hörspiele und Mundartbücher, setzte er sich doch entschiedenen für die Erhaltung des Dialektes ein. Neben seinem eigenen Schaffen wirkte der Autor als Literaturvermittler, in dem er literarische Talente entdeckte und förderte: Als Herausgeber betreute er ab 1950 die Reihe «Der Bogen» im St. Galler Tschudy-Verlag, der unter anderem Hans Boesch, Erika Burkart, Gertrud Wilker, Ernst Eggimann und Jörg Steiner ihren Durchbruch verdankten. Vogel pflegte einen grossen Freundes- und Bekanntenkreis: darunter befanden sich bekannte Personen aus dem Literaturbetrieb wie etwa Albin Zollinger, Max Frisch, Ludwig Hohl, Meinrad Inglin oder Walter Muschg. Die Briefwechsel mit Inglin und Zollinger wurden editiert. Traugott Vogel starb am 31. Januar 1975 in Zürich.
Bibliografia scelta
Unsereiner. Roman. Zürich, Grethlein & Co., 1924
Ich liebe, du liebst. Roman. Zürich, Orell Füssli, 1926
Der blinde Seher. Roman. Zürich, Grethlein & Co., 1930
Leben im Grund oder Wehtage der Herzen. Roman. Zürich, Jean-Christophe-Verlag, 1938
Nachtschatten. Zürich, Büchergilde Gutenberg, 1940
Anna Foor. Roman. Zürich, Atlantis, 1944
Das Alpinum. Zürich, Artemis, 1949
Schuld am Glück. Erzählungen. St. Gallen, Tschudy, 1951
Flucht ins Leben. Erzählungen. St. Gallen, Tschudy, 1961
Die verlorene Einfalt. Bekenntnisse eines Lehrers. Roman. Dietikon, Stocker-Schmid, 1964