Maria Arnold è nata a Lucerna nel 1949. Si è formata come assistente medico. Tra il 1969 e il 1975 è stata nel Vietnam del Sud per motivi professionali. Sono seguiti cinque anni di formazione grafica presso la Scuola di design di Lucerna. Dal 1983 al 1985 Maria Arnold è stata membro del collettivo di arti grafiche Grapus di Parigi e nel 1985 ha fondato il suo studio di arti grafiche a Parigi. Inoltre, ha realizzato due libri d'artista sul Vietnam e una serie ampia di dipinti. Nel 1995 ha sciolto lo studio grafico. Da allora Maria Arnold è artista freelance. Ha avuto incarichi di insegnamento a Lucerna, Zurigo, Parigi e Orléans e mostre a Parigi, Lucerna, Colonia e Kriens. Oggi Maria Arnold vive a Parigi e a Kriens.
Bibliografia
Im Alter von knapp 20 Jahren reist die Schweizerin Maria Arnold im Frühjahr 1969 nach Vietnam, um im Kriegsgebiet als medizinische Arzthelferin tätig zu sein. Was sie dort erlebt, sieht, hört, erfährt, hat sie als Mensch geprägt und beschäftigt sie – auch als Künstlerin – bis heute.
Schon während ihrer Einsätze hat Maria Arnold gezeichnet: 1969 in Dak To, Mittelvietnam, an der Frontlinie; 1970 in einem Waisenhaus in Saigon; 1973-75 in Buon Hang Hai im Süden, wo sie gegen Ende des Krieges, zusammen mit ihrem Team, in Gefangenschaft des Vietcong geriet und in den Dschungel verschleppt wurde. Später hat sie ihre Erinnerungen aufgeschrieben, in Schüben, zunächst auf Französisch. 2017 sind Maria Arnolds Texte auf Deutsch in einem Katalog erschienen, anlässlich ihrer Ausstellung «Warum erlaubt uns die Natur, die Augen zu schliessen» in der Kunsthalle Luzern.
Band 2 der Reihe «ZeitZeugnis» bringt eine überarbeitete und erweiterte Fassung von Maria Arnolds Erinnerungen an ihren ersten Einsatz, 1969 in Dak To. Das Buch ist dem Bergvolk gewidmet, den «Montagnards», speziell den Sedang und Bahnar, deren Heimat zur «Free Fire Zone» erklärt worden war. Diese Stämme waren daher gezwungen, in Flüchtlingslagern an der Frontlinie Zuflucht zu suchen. Ihre Häuser und neu angelegten Felder wurden immer wieder durch den Krieg zerstört. Auch in Dak To, wo Maria Arnold in der medizinischen Station arbeitete, lebten die Flüchtlinge in ständiger Angst vor den häufigen Bombenangriffen. Manche Kinder kamen zwischen Spinnen, Skorpionen und Kröten zur Welt, in Erdlöchern, die als Bunker dienten.
In Maria Arnolds Texten wird erschütternd deutlich, wie sich die Kriege der Grossmächte, ihre ideologischen und geopolitischen Kämpfe, auf die Bevölkerung der betroffenen Gebiete auswirken – damals wie heute.
Die eigenwillige literarische Sprache, die Maria Arnold für die Aufzeichnung ihrer Erinnerungen gefunden hat, zeugt aber auch von einer Faszination, vom Eintauchen in eine fremde Welt im Fernen Osten.
(Buchpräsentation Waldgut Verlag)