Simon Deckert

Simon Deckert
© Claudia Breitschmid

Simon Deckert, nato nel 1990, è cresciuto nel Liechtenstein in una famiglia austriaca e ora vive a San Gallo. Dopo due semestri di inglese e filosofia, nel 2009 si è trasferito all'Istituto svizzero di letteratura di Bienne, dove si è laureato nel 2013. A ciò ha fatto seguito una borsa di studio per la scrittura del Ministero austriaco per l'istruzione, l'arte e la cultura di Vienna. Dal 2014-2017 ha conseguito il Master in Arte Contemporanea presso la Scuola universitaria professionale di Berna. I suoi testi sono stati pubblicati su varie riviste; oltre a scrivere, lavora come redattore e mentore freelance e come musicista.

Bibliografia

Zürich, Rotpunktverlag (Edition Blau), 2020.

Andrea stellt sich vor, auf dem Rücken eines Drachens über ihrem Dorf zu fliegen. Sie ist Anfang zwanzig, ihre Mutter hat die Familie vor zehn Jahren verlassen, der alkoholabhängige Vater bezieht Invalidenrente. Über solche Dinge wird zu Hause lieber geschwiegen, und Andrea erfährt am eigenen Leib: Wer über alte Geschichten nicht spricht, der wird sie auch nicht los.
Für ihren Bruder Michl, der lieber Rockmusiker als ein dorfbekannter Schulversager wäre, denkt Andrea sich eine Fluchtgeschichte aus. Als sie ihren Vater und seine Schwägerin bei einem Annäherungsversuch erwischt, merkt sie: Michls Fluchtgeschichte muss auch ihre eigene werden. Zwei Tage später sitzen die Geschwister im Pick-up des Onkels und suchen das Weite.
Andrea erzählt, erinnert, und sie erfindet. So auch eine kühnere Version ihrer selbst namens Ariane, die sie ermutigt, im wirklichen Leben über sich hinauszuwachsen – wenn sie sich, einmal in Basel, auf die Suche macht nach dem, was von ihrer Familie übrig ist. Und ein junger Mann namens Bastian auf dem Fahrrad um die Ecke kommt.
Klug, dialogstark und mit vergnüglicher Fantasie lässt Simon Deckert uns eine Reise miterleben, die die Vergangenheit einholt und die Zukunft mit Händen greift. Ein überraschendes Debüt!

(Buchpräsentation Rotpunktverlag)