Fritz Meyer

Fritz Meyer, nato a Zurigo nel 1914, ha trascorso lunghi periodi a Londra (1934) e Parigi (1935, 1937) durante la sua formazione come insegnante di scuola secondaria all'Università di Zurigo. Nel 1937 prese un posto a Bassersdorf, vicino a Zurigo. Durante gli anni della guerra fu spesso chiamato al servizio militare. Nell'aprile del 1946 abbandona l'insegnamento e va a Parigi con Isebies Chessex, che sposa nel 1949. Qui poté dedicarsi alla scrittura e continuare il lavoro di critico letterario che aveva iniziato nel 1945 per la NZZ e altri. Nel 1954, la sua prima pubblicazione, Trois récits, apparve in francese presso le Editions de Minuit. Nel 1957 seguì il romanzo Ich unter anderem, nel 1958 la raccolta di racconti Die Eröffnung des Denkmals, nel 1959 Cyrill suchen. Dopo un soggiorno ad Ascona, Fritz Meyer morì nel 1964 in una clinica di Zurigo.

(Atlantis Verlag)

Bibliografia

Mit einem Vorwort von Felix E. Müller, Zürich, Atlantis, 2022.

Aus Fritz Meyers Roman, der im Zürich der frühen vierziger Jahre und in einer Stadt am Meer spielt, spricht ein Suchender. Ein Skiunfall mit kompliziertem Beinbruch fesselt den Erzähler, elternlos und Lehrling bei Spörri & Co, ein paar Monate ans Krankenhausbett. Bald empfindet er die regungslose Rückenlage als Zustand des Glücks. Der Blick nach oben, ins Offene, begünstigt das Denken, und er begibt sich in das Labyrinth des eigenen Selbst. Da warten die rückbezüglichen Tätigkeitswörter, die ihn schon immer verwirrten, Erinnerungen an Kindernächte in der warmen Höhle Elternhaus, die Entdeckung der Welt. Und die der Liebe. Wenn sie erwacht, braucht sie einen Gegenstand, sonst ist sie für nichts. Allein, Katharinas Anrufe sind ausgeblieben. Die junge Frau aus besseren Kreisen, die wie er Kurse an der Volkshochschule belegt und engagiert über Eros diskutiert, sieht er erst am Tag seiner Entlassung wieder – ein denkwürdiger Tag, an dem nichts mehr ist, wie es vorher war.

Ich unter anderem zieht mit langen, atmenden Sätzen, die an Camus erinnern, in den Bann. Die Modernität in Ton und Erzählung des erstmals 1957 erschienenen Romans versetzt in Erstaunen, und man stellt sich die Frage: Wie konnte eine solch originelle literarische Stimme vollends in Vergessenheit geraten?

(Atlantis Verlag)