Hartmut Fähndrich

Hartmut Fähndrich (* 14. Oktober 1944 in Tübingen) ist Islamwissenschaftler und Übersetzer aus dem Arabischen ins Deutsche. Seit 1978 lebt er in der Schweiz und lehrte bis zu seinem 70. Lebensjahr an der ETH Zürich Arabisch und Islamische Kulturgeschichte. Seine Laufbahn als Übersetzer literarischer Werke begann er in den achtziger Jahren mit den Romanen des palästinensischen Schriftstellers Ghassan Kanafani. Von 1984 bis 2010 war er Herausgeber der Reihe Arabische Literatur beim Schweizer Lenos Verlag. Er war 1990 Gründungsmitglied und bis 1996 Präsident der Schweizerischen Gesellschaft Mittlerer Osten und Islamische Kulturen. Wegen seiner Verdienste, mehr als 100 belletristische Werke der arabischen Literatur, darunter 40 Romane, ins Deutsche übersetzt zu haben, erhielt er zahlreiche Auszeichnungen: Hierzu zählen der 1995–1997 vom Verband deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke verliehene Hieronymusring, ein Wanderpreis, den Fähndrich später turnusgemäss an Stefanie Schäfer weitergab. Ferner erhielt er 2004 den Übersetzerpreis der Arabischen Liga, 2005 den Anerkennungspreis des Grossen Literaturpreises des Kantons Bern und 2016 den Spezialpreis Übersetzung der Schweizer Literaturpreise. 2018 wurde ihm für sein Lebenswerk der «Scheich-Hamad-Preis für Übersetzung und internationale Verständigung» in Katar verliehen.

Traduzioni

Hüter der Tränen , scritto da Wagdy El Komy , Zürich, essais agités, 2022.