Martina Meienberg

Martina Meienberg
© Ayse Yavas

Martina Meienberg, nata nel 1978 a Steinhausen, vicino a Zugo, dopo una formazione come maestra di scuola elementare ha studiato tedesco e scienze politiche a Zurigo. Dopo un viaggio nell'Hindu Kush, ha scritto la sua tesi di dottorato sulla costruzione della nazione in Afghanistan. Durante gli studi, ha scritto regolarmente per i giornali locali e in seguito ha seguito una formazione in scrittura letteraria presso la scuola professionale EB di Zurigo. Oggi Martina Meienberg vive nuovamente a Steinhausen e lavora come docente e consulente presso il Centro di scrittura dell'Università di Zurigo per la formazione degli insegnanti. Presso la Televisione Svizzera SRF lavora anche come assistente editoriale per i programmi di informazione Tagesschau, Schweiz aktuell e 10 vor 10.

Bibliografia

Luzern, Bücherlese, 2023.

Unterschiedlicher könnten Schwestern kaum sein. Während Iris als erfolgreiche Unternehmerin das Café ihrer Eltern weiterführt, reüssiert Gabriela als international anerkannte Bildhauerin. Die beiden Schwestern trennen Welten und ein schwerer Konflikt – und doch sind sie sich tief verbunden und teilen mehr miteinander, als Iris ahnt.
Nach dem Unfalltod von Gabrielas kaum zwanzigjähriger Tochter entschliessen sich Iris und Gabriela, die mehrfach verschobene Transatlantikfahrt von Hamburg nach New York endlich zu machen und damit Lea ein gegebenes Versprechen zumindest posthum zu erfüllen. Zu Lebzeiten sah Lea, die bei iher Tante aufwuchs, in der gemeinsamen Reise eine Chance zur Versöhnung. Doch zwischen Hamburg und New York liegt nicht nur ein Ozean, sondern auch der chronische Streit und ein über zwei Jahrzehnte gehütetes Geheimnis, das Gabriela dort aufdeckt, wo es für ihre Schwester kein Entkommen gibt. So wird Iris mit einer erschütternden Wahrheit konfrontiert und gezwungen, sich den blinden Flecken in ihrem Leben zu stellen. Für die Schwestern wird die Überfahrt nach New York buchstäblich zur Reise in die «Neue Welt», und es stellt sich die Frage, ob am Ende die von Lea erhoffte Annäherung tatsächlich möglich wird.
Die in diesem überraschenden Roman ausgebreiteten Leben sind alles andere als einfach, und sie werden – wie meist – von den Protagonistinnen erst im Nachhinein verstanden. Die von der Autorin spannungsreich gegeneinander geschnittenen Stimmen der beiden Schwestern, hier das Reiseprotokoll von Iris, dort Gabrielas Tagebuch, das nach und nach Licht ins Dunkel der vergangenen Jahre bringt, machen dies in kluger Weise deutlich. Ein überzeugendes Debüt, elegant und temporeich erzählt.

(Edition Bücherlese)