Elisabeth Wandeler-Deck è nata a Zurigo nel 1939. Dopo aver concluso i suoi studi di architettura al Politecnico di Zurigo, si dedica agli studi di sociologia e di psicologia clinica. Partecipa alla fondazione di consultori psicologici per le donne, tra cui uno creato da lei stessa. Dal 1979 diventa anche scrittrice, musicista e suonatrice. Ha ricevuto vari premi, di cui i più recenti sono il Premio di riconoscenza della città di Zurigo del 2012 e il Premio di poesia della città di Basilea (Basler Lyrikpreis) nel 2013.
Bibliografia
Elisabeth Wandeler-Decks Anlandebahnen für Geräusche ist inspiriert von der Bildserie «Le temps du sommeil» des belgischen Künstlers Franics Alÿs: Vignettenhafte Ausschnitte, die archetypische Szenerien und Handlungen eines Mannes im grauen Anzug, einer Frau mit Zuckerhut oder einer Schar Kinder zeigen. Alltägliche Gesten und Momente erscheinen infolge ihrer Kontextlosigkeit ins Absurde verschoben.
Die Autorin überführt solche Anmutung in eine Textur des Unbestimmten und Potentiellen, und im Herantasten an mögliche Bild-Auslegungen erschreibt sie zugleich Modelle poetischer Sinnstiftung und -dekonstruktion. Augenblicke aus Alÿs’ Miniaturen werden überlagert von Erinnerung, falten sich in Erzählflächen auf, deren Brüchigkeit der mehrfachen Entfremdung heutigen Lebens und Zusammenlebens Evidenz verleiht.
Bezugsreiche Farbsymbolik und Lautspiele entwickeln ästhetischen Eigen-Sinn und weisen über Atmosphären von Haltlosigkeit und Verlorenheit hinaus. Elisabeth Wandeler-Decks Anlandebahnen für Geräusche sind singuläre Beiträge zur Kunst des Sehens und glückhafte Beispiele transmedialer Anverwandlung.
(Ritter Verlag)