Ad absurdum oder Eine Reise ins Buchlabyrinth
Roman

Rassegna stampa

Der Trip, im Erstling Quifezit begonnen, geht weiter. Auch des Bündner Autors Zweitling ist ein Kunstmärchen jenseits des Realismus, witzig und irrwitzig und voll der Anspielungen und Querverweisen auf andere Texte. Die Slapstick-Reise führt vorbei an mordenden Ma osi und einer dilettierenden Dichterin namens Penthesilea in den Kosmos zu einer labyrinthischen Bibliothek. (Thomas Widmer, FACTS)

Die Wanderung durch das Buchlabyrinth wird zu einem Gang durch die Traditionen und Institutionen des Bildungsbürgertums. Natürlich erkennt der Held bald, dass er in diesem Reich des Perfekten sein Buch nicht nden kann. Einzige Lösung: Man bastle sich Dädalus ügel aus Buchseiten (wozu sollten Bücher sonst gut sein), lasse das Reich alles Geschriebenen explodieren und erhebe sich vogelgleich darüber. Man hat - so wird spätestens hier deutlich - der zweiten Geburt des Poeten als Phönix aus der Asche beigewohnt. (Yasmine Inauen, Tages-Anzeiger)

Gion Mathias Cavelty schreibt sich einen ganz eigenen Weg durchs Leben und durch die Literatur. Man- chmal erinnert seine Geschichte an Comicstrips, manchmal an Lewis Carroll oder die Kunstmärchen der Romantiker, dann wieder entpuppt sich eine Szene als schlagend ins Erzählen und Fabulieren verwandelte Re exion - über Erkenntnistheorie, über Konstruktivismus oder über das Sein in nach-existenzialistischer Zeit. Das ist alles mit Lust geschrieben und mit Vergnügen zu lesen - ein Feuerwerk, das die Gehirnwindungen gehörig durchlüftet und einem dennoch nicht die Besinnung raubt. Hält man inne, bleibt das Staunen, über die Leichtigkeit, mit der so reichlich Befrachtetes sich auf gut hundert Seiten niedergeschlagen hat. (Urs Bugmann, Neue Luzerner Zeitung)