Elefant
Roman

Ein Wesen, das die Menschen verwirrt und bezaubert: ein kleiner rosaroter Elefant, der in der Dunkelheit leuchtet. Plötzlich ist er da, in der Höhle des Obdach­losen Schoch, der dort seinen Schlafplatz hat. Wie das seltsame Geschöpf entstanden ist und woher es kommt, weiß nur einer: der Genforscher Roux. Er möchte daraus eine weltweite Sensation machen. Allerdings wurde es ihm entwendet. Denn der burmesische Elefantenflüsterer Kaung, der die Geburt des Tiers begleitet hat,  ist der Meinung, etwas so Besonderes müsse versteckt und beschützt werden.

(Buchpräsentation Diogenes)

Rassegna stampa

«Wir brauchen bessere Simmels», hat vor Jahrzehnten einmal ein Kritiker gefordert. Hier ist einer, ein viel besserer. Auch wenn er einigen Reflexen der Unterhaltungsliteratur nicht entgeht. (Martin Ebel, Tages-Anzeiger, 16.01.2017)

Doch freilich ist dieses schlichte Setting bloss das eine. Martin Suters erzählerisches Handwerk macht das andere und hier das Wesentliche aus: Er sorgt für Spannung, er beschleunigt die Ereignisse und lässt sie an den richtigen Stellen stocken, er sorgt dafür, dass der Leser den Elefantendung, und sei er auch von lächerlicher Grösse, riecht – und ebenso die vielfältigen Ausdünstungen der Obdachlosen, die in diesem Roman eine zentrale Rolle spielen. Und gelegentlich ist sich Suter auch nicht zu schade, den Meister Zufall in die Handlung eingreifen zu lassen. (Roman Bucheli, NZZ, 18.01.2017)

Martin Suters Buch ist leicht. Es ist über längere Strecken unterhaltsam. Aber der Elefant bekommt, so klein und rosa, wie er ist, philosophische Gewichte aufgebürdet, die nicht nur für ihn viel zu schwer sind. (Thomas Steinfeld, SZ, 17.01.2017)