Los Alamos ist winzig

«Ein schmaler Steg führt hinein in dieses Los Alamos. Mit jedem Satz zeigt es etwas mehr von sich. Es ist belebt von Geschöpfen und Gewächsen, die wir von ferne kennen. Zuerst Jacqueline und der Erzähler: Das Paar sitzt auf seiner Terrasse und versucht, sich einen Überblick zu verschaffen, umringt von zugewandten Orten aller Art, mit Karrieren, so abschüssig, wie nur das Wüstenleben sie schreibt. Dieses Figurenensemble, wie hergeweht, bildet einen flimmernden Kreis. Man erzählt sich sein je eigenes Los Alamos oder fantasiert es sich entzwei. Einige hoch bemerkenswerte Vorkommnisse sind zu verzeichnen: Kurze Chardonnay-Euphorien im Abendwind, die Landung eines Nuntius im Fesselballon, gefolgt von Reminiszenzen an eine stramme Kindheit in Liechtenstein. Und über allem: Los Alamos. Seine Himmel, seine Hunde, seine Menschen. Ein atmosphärisches Kollektiv, das zu gleichen Teilen lebt und im Erzählen aus sich heraus entsteht. Zwickys Sätze sind Ereignisse, seine Assoziationen Abenteuerreisen. Er lässt die Sprache wetterleuchten über einer Stadt, zu der nur ein Weg führt: Lesen und Wiederlesen.»

(Michel Mettler, edition pudelundpinscher)

Nota critica

Cosa ci fa una «coppia di malati innamorati» a Los Alamos? Si siedono sulla terrazza, mangiano yogurt e bevono Chardonnay, parlano e stanno in silenzio, pensano e ricordano, tossiscono, sorridono e piangono. Il narratore in prima persona, in compagnia della sua Jacqueline, passa in rassegna gli abitanti della città: dal gentile poeta Bruce Litchener alla grassa e bella Gretchen Behausnig passando per l’autista di autobus Curt e la sua famiglia. Riaffiora anche un’infanzia con genitori hippie nello Schaanwald nel Liechtenstein. Tutto questo non costituisce una storia coerente, bensì un caleidoscopio linguistico di luci, colori, forme, odori e suoni: «qui regna, nel senso migliore del termine, una corrente d’aria acustica». (Ruth Gantert in Viceversa 14, 2020. Traduzione Carlotta Bernardoni-Jaquinta)