Doppelpass
Ein Fortsetzungsroman

Nota critica

Doppelpass erschien ursprünglich als Fortsetzungsroman in der «Weltwoche», was man wissen muss, um die Brisanz und die treffgenauen Nadelstiche von Charles Lewinskys Satire auf die weniger gefährliche denn absurde Liaison von Rechtspopulismus und Medien zu verstehen. Vergnüglich kommt das Gepolter des Populisten namens Eidenbenz daher, und ganz schön abgründig das, was ein illegaler Einwanderer aus Afrika hinter den schmucken Kulissen erlebt. Denn der erfahrene Satire- und Serienschreiber Lewinsky versteht sich auf die Lacher, die im Hals stecken bleiben. Der Umgang mit Ausländern, wie er ihn beschreibt, wirft Licht in die ganz dunklen Ecken der Schweizer Seele. Weil es nicht nur die bösen Politiker sind mit ihrer Propaganda, sondern auch die guten Menschen auf der Strasse, die aus allem so viel Nutzen wie möglich herausholen wollen. Schliesslich sind alle Figuren in Lewinskys schrägem Universum kleine Würstchen – «Cervelat-Prominenz» halt. (Christine Lötscher)