Gerron
Roman

Nota critica

Dem berühmten jüdischen Schauspieler Kurt Gerron (1897–1944) wird im KZ Theresienstadt vom KZ-Kommandanten befohlen, einen Propagandafilm über das Lagerleben zu drehen. Er beugt sich dem Befehl und lässt in der Folge sein Leben Revue passieren: ein trauriges Stück deutscher Geschichte. Gerron ist ein Mitmacher anderer Art als Gründgens bei Klaus Mann. Er würde auch den Mephisto anders spielen, nämlich «als einen, der unter seiner Rolle leidet». Und er überlebt sein Mitmachen nicht, er wird in Auschwitz ermordet, sobald er den Befehl in Theresienstadt ausgeführt hat. (Daniel Rothenbühler)