Junge mit kurzer Hose
Nota critica
Monioudis tastet sich in diesem feinen Büchlein in kurzen, assoziativ ineinander verwobenen Prosatexten an das allgemein Menschliche rund um eine Leidenschaft herum an. Selbstironie und auch Trauer mischen sich mit sportuntypischer Zurückhaltung und nachdenklicher Analytik. Um Ball, Schuhe, Adidas-Pullover, Trikot ranken sich Momentaufnahmen, wobei es oft vielmehr um die Beziehung des Jungen zu seinen Eltern geht – und deren Desinteresse für seine Liebe zum Fussball. In der poetischen Auseinandersetzung mit der Erinnerung an eine Zeit voller Verzauberung und tiefen Einschnitten hat Monioudis ein zartes und zugleich wortgewaltiges Buch geschaffen. (Bettina Spoerri)