Frühling der Barbaren
Jonas Lüscher, Jahrgang 1976, lässt in seinem literarischen Debüt Frühling der Barbaren zwei Männer durch die Gartenanlage einer psychiatrischen Klinik in der Schweiz spazieren. Beide sind dort als Patienten. Einer von ihnen ist Preising: ein reicher Fabrikerbe, vollkommen handlungsunfähig, aber ein grossartiger Erzähler. Preising berichtet von seiner Tunesienreise, davon, wie er schlief als England unterging und die globale Wirtschaftskrise begann. Er erzählt von den Gästen einer dekadenten englischen Hochzeitsgesellschaft, die vom englischen Staatsbankrott überrascht werden und auf einmal ohne Geld und Arbeit dastehen. Ohne emotionale Beteiligung erinnert er sich an den Anfang einer Abwärtsspirale, deren erste Auswirkungen er dort miterlebte. Jonas Lüscher beschwört in seiner Novelle mit starken Bildern und in leicht ironischem Tonfall eine Apokalypse herauf, der niemand ungeschoren entkommt. (Alexandra von Arx)
Jonas Lüscher, Jahrgang 1976, lässt in seinem literarischen Debüt zwei Männer durch die Gartenanlage einer psychiatrischen Klinik in der Schweiz spazieren. Beide sind dort als Patienten. Einer von ihnen ist Preising: ein reicher Fabrikerbe, vollkommen handlungsunfähig, aber ein großartiger Erzähler. Preising berichtet von seiner Tunesienreise, während der die globale Wirtschaftskrise begann. Er erzählt von den Gästen einer dekadenten englischen Hochzeitsgesellschaft, die vom englischen Staatsbankrott überrascht werden und auf einmal ohne Geld und Arbeit dastehen. Emotionslos erinnert er sich an den Anfang einer Abwärtsspirale, deren erste Auswirkungen er miterlebte. Jonas Lüscher beschwört mit starken Bildern und in leicht ironischem Tonfall eine Apokalypse herauf, der niemand ungeschoren entkommt.
(Alexandra von Arx, Viceversa 8, 2014)