im kinde schwirren die ahnen
52 Gedichte

Nota critica

Die ordentlich durchnummerierten und alphabetisch aufgereihten Gedichte bewegen sich im bodenlos vieldeutigen Niemandsland zwischen Schrift und Laut. Formale Strenge und inhaltliche Anarchie, angefeuert von den lyrischen «Ahnen», ergibt ihre explosive Mischung. Die Sprache wird nach allen Regeln der Kunst ausgeweidet und dabei zur Augen- und Ohrenweide, auf der geerntet werden kann, was zerfleddert wird. Allemanns Gedichte sind Mundwerk im buchstäblichen Sinn: Sie entstehen und vergehen im Rachenraum. (Samuel Moser)