Spitzeltango
Nota critica
Nach seiner Bergkrimitrilogie kehrt Emil Zopfi ins Flachland zurück und erweckt die 68-er zum Leben. In der Nacht, bevor Robert Brown (früher Brönimann) aus Amerika in Zürich landet, um an einem Kongress über Max Frisch zu referieren, ertrinkt ein grüner Politiker – ausgerechnet jener Anwalt, der damals Robert, Pippo und Hermi verteidigt hat. Manche glauben nicht an einen Unfall. Auch die drei Männer, die sich nach all den Jahren bei der Trauerfeier wieder treffen, sind überzeugt, dass der Wendehals Anton Tscharner am Tod beteiligt sein muss. Gekonnt führt Zopfi in jene Zeit zurück und lässt – von früher träumend und auch etwas wehmütig – die Wiederbelebungsversuche scheitern.
(Liliane Studer, Viceversa 8, 2014)