Jakob und der Wolldeckenvogel
Nota critica
Vater zu werden ist zauberhaft, doch allmählich verdichten sich die Anzeichen, dass dieses Kind irgendwie nicht wie die andern ist. In die liebende Bewunderung für das kleine Leben mischt sich Unsicherheit. In kurzen Kapiteln, die selten mehr als eine Seite umfassen, erzählt Christoph Schwyzer vom Vater-Werden und Vater-Sein mit einem Kind, das zuerst nur einen zu kleinen Kopf hat. Dieser Kopf aber entwickelt sich immer mehr zu einer klinisch diagnostizierten Behinderung. Dem Autor gelingt die Schilderung mit einer poetisch behutsamen Schreibweise, die viel Raum lässt für das Geheimnis.
(Beat Mazenauer, Viceversa 8, 2014)