Alle Geschichten die ich kenne
Roman

Ein Abenteuer, ein Märchen aus unseren Tagen. Es beginnt in Zürich, in einer chemischen Reinigung, deren neue Besitzerin vom Pech verfolgt scheint. Um sie zu retten, bricht eine ihrer Kundinnen, die Ich-Erzählerin, zu einer Reise in das Heimatland ihrer Familie auf: nach Griechenland. Sie setzt ihre Hoffnung auf Tante Irini, eine begnadete Schneiderin, die in einem geheimnisvollen Bund mit dem Schicksal steht ... Begleitet wird die Reisende von einem rätselhaften Mann, dem tätowierten Polizisten. Auf der Fahrt quer durchs Land treffen die beiden auf diverse Tanten und Onkel, aus deren Berichten sich eine bewegte Familiengeschichte entspinnt.

»Als Road-Movie getarnt, führt uns Gioulamis Prosadebüt in einer kühnen Mischung aus Natalia Ginzburgs Familienlexikon und Bora Ćosićs Die Rolle meiner Familie in der Weltrevolution in das alte Herz griechischer Familiengeschichten.« - Friederike Krentzen

(Buchpräsentation Weissbooks)

Nota critica

In ihrem Debütroman legt Dagny Gioulami, die eine Schauspielausbildung absolviert hat und seit 1998 Liedtexte, Libretti und Theaterstücke schreibt, einen wahren Geschichtenreigen vor. Ausgangspunkt ist eine chemische Reinigung in Zürich. Hier erfährt die Ich-Erzählerin von einem kaputten Hochzeitskleid, das die Ladenbesitzerin an der Hochzeit ihrer Schwester in zwei Wochen in Konstantinopel tragen soll. Kein Problem, denn die Erzählerin erinnert sich an Tante Irini in Griechenland, die nähen kann wie niemand sonst. Ohne zu zögern bricht sie auf, begleitet vom tätowierten Polizisten. – In knappen Sätzen, einfach und kunstvoll zugleich, entführt uns die Autorin in eine Welt voller Geschichten, märchenhafter Anekdoten von schrulligen Tanten und Onkeln, auch Figuren aus der Mythologie, ja die Schicksalsgöttinnen selbst mischen mit. Der Text lebt von Witz und Erzähllust und wird so zu einem Lesevergnügen mit Tiefgang. (Liliane Studer)